Headerbild

Drei hart erarbeitete Punkte

1.D-Junioren gegen 1. FC Marzahn | 6:4

Nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel beim FC NORDOST am vergangenen Wochenende (3:9) hatten es die TSC-Jungs nun erneut mit einem Team aus Marzahn zu tun. Der 1. FC war für uns bis dahin ein unbekannter Gegner – Grund genug, bei allem berechtigten Selbstbewusstsein die heutige Aufgabe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dies bestätigte sich schon gleich in der Anfangsphase des Spiels. Die Gastmannschaft entpuppte sich als absolut gleichwertiger Gegner, der zweikampfstark und mit flotten, gut eingeübten Spielzügen zu Werke ging. Zunächst gelang es keiner der Mannschaften, klar die Oberhand zu gewinnen. Hier wie dort gab es einige Chancen, die aber entweder von den beiden hervorragenden Torhütern vereitelt oder aber – wie einmal von Davut in bester Einschussposition – unglücklich vergeben wurden. So musste sich die anwesende Fangemeinde ganze 15 Minuten auf die Folter spannen lassen, bis Kento nach technisch sehenswertem Einsatz endlich das 1:0 für den TSC markierte.

Marzahn blieb aber auch danach engagiert bei der Sache und erlaubte es uns nicht, aus der Führung heraus die eindeutige Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Stattdessen belohnten sie sich in der 20. Minute mit dem hochverdienten Ausgleich. Nun war es an unseren Jungs, sich durch den Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Den Gefallen taten sie dem Gegner auch tatsächlich nicht, vielmehr folgte nun ihre beste Phase in der ersten Hälfte, mit erfolgreichen Balleroberungen, intelligent gelösten Spielsituationen und schnellen Vorstößen vor das gegnerische Tor. Die Leistungssteigerung zahlte sich dann in Form zweier weiterer Tore durch Vincent (27. Min.) und Bente (29. Min.) aus, und bei konsequenterer Chancenverwertung hätten wir durchaus auch mit einer höheren Führung in die Pause gehen können. Mit Stand und Verlauf des Spiels konnte man aber trotzdem zufrieden sein, zumal auch Marzahn ein paar gute Gelegenheiten zum Einschuss ungenutzt gelassen hatte.

Die zweite Hälfte begann alles andere als wunschgemäß: zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff brachte Marzahn den Ball direkt vor unser Tor. Jeder anwesende Abwehrspieler verließ sich darauf, dass einer der anderen den Ball schon wegdreschen würde. Am Ende tat’s keiner und Anton musste hinter sich greifen – 3:2! Anders als nach Marzahns Ausgleichstreffer in der ersten Halbzeit wurde das Spiel unserer Jungs nun von Nervosität und Unaufmerksamkeit befallen. Man verlor mehr Zweikämpfe, ließ gegnerische Spieler ein ums andere Mal frei herumlaufen und vergaß öfter das eigene Zusammenspiel. Marzahn wurde überlegen, zwar nicht allzu drückend, aber doch stark genug, um in der 41. Minute den Ausgleich zu schaffen.

In solchen Situationen läuft so manches Team Gefahr, den Faden völlig zu verlieren und das Spiel aus der Hand zu geben. Aber nicht unsere Jungs! Sie hielten kämpferisch und auch wieder spielerisch voll dagegen und erzielten innerhalb von knapp fünf Minuten drei Tore. In den letzten Minuten, vor allem nach dem Marzahner Anschlusstreffer zum 6:4, machte sich dann unverständlicher Weise doch wieder eine gewisse Unkonzentriertheit breit. Der Gegner war plötzlich näher an der Ergebnisverkürzung dran als wir am Ausbau der Führung. Dann der Schlusspfiff – allgemeines Aufatmen bei den Jungs und im Fanblock! Gewonnen!

Ein – auch psychologisch – wichtiger und letztlich verdienter Sieg gegen einen überraschend stark aufspielenden Gegner. Anerkennenswert ist vor allem, dass unsere Jungs in Schwächephasen nicht eingeknickt sind, sondern sich engagiert wieder herausgearbeitet haben. Genau so gewinnt man entscheidende Spiele!

FAZIT: Der heutige Schwerpunkt war das Timing des offensiven 1gegen1. Aufgabe war es, durch das Finden der richtigen Situation für einen Zweikampf, möglichst wenig offensive Zweikämpfe zu verlieren. Das hat bis auf wenige Ausnahmen hervorragend geklappt. Großes Lob für die moralische Leistung und das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten, auch wenn zweiteres manchmal auch ohne Führung mehr vorhanden sein müsste!

Mit dabei waren: Mika, Carlos, Vincent, Josef, Kento, Jona, Bente, Davut, Anton C., Jakob und Jannes

Spielbericht von Jannes’s Papa

EMPFEHLEN