Was in den Herbstferien beim Berliner TSC passierte

Sportliche Ferien für (fast) alle

Für unser 1. Frauenteam ging der Spielbetrieb in den Ferien einfach weiter. Und das mit unterschiedlichem Erfolg. Am ersten Ferienwochenende hatten wir den BFC Preussen bei uns zu Gast, ein bekannt starkes Oberliga-Team. Aber wir waren diesmal stärker! Vor allem dank unserer Rückraumspielerinnen, die alle einen Sahne Tag erwischt hatten, lagen wir zur Halbzeit schon mit 10 Toren vorn! Und diesmal konnten wir dieses hohe Niveau auch lange halten, nach dem Seitenwechsel gab es keinen Einbruch, sondern wir bauten den Vorsprung weiter aus, auch weil Malisa Schmidtke der gewohnt starke Rückhalt im Tor war. Ab der 42. Minute wendete sich das Blatt etwas, was vorher spielerisch leicht aussah, wurde harte Arbeit für uns, plötzlich war ein bisschen der Wurm drin. Aber nicht schlimm. Diese kleine Schwächephase konnten die Preussen nur für etwas Ergebniskosmetik nutzen, mehr auch nicht, wir gewinnen die Begegnung mit 24:20. Die 16jährige Sandra Lamp und die 19jährige Samira Krakat waren an dem Tag mit je 7 Treffern die erfolgreichsten Werferinnen für uns!

Wir sind sehr stolz auf dieses junge Team, daran ändert auch die klare 15:31 Auswärts-Niederlage nichts, die wir am vergangenen Wochenende beim Rostocker HC kassieren mussten. Die Hinfahrt verlief bei bester Laune im angemieteten Reisebus, gespielt wurde in der altehrwürdigen Fiete-Reder- Halle in Rostock-Marienehe. Die wirklich spielstarken und talentierten Rostockerinnen, genau wie wir ein sehr junges Team, haben ja in der Oberliga noch kein einziges Spiel verloren. Und das blieb auch gegen uns so, weil, wie unsere Spielführerin Moni Günther hinterher sagte: „Keine von uns ihre Normalform erreicht hat!“. Das sagt ja eigentlich alles, solche Spiele gibt es eben auch, wir sind trotzdem auf dem richtigen Weg. Im Spiel gegen Rostock haben von 13 eingesetzten Spielerinnen elf(!) bereits im Nachwuchs für den Berliner TSC gespielt, das ist schon relativ selten in der 4. Liga, zumindest in Berlin! Und genau da wollen wir weitermachen, unseren tollen Talenten eine anspruchsvolle Perspektive bieten.

Zum Beispiel den Mädels der C-Jugend: am vergangenen Wochenende war ein Mix aus 2005/2006 am Start, wobei die Mädels geschont wurden, die in den Herbstferien schon eine hohe Belastung durch mehrere Auswahlmaßnahmen hatten, also Julia, Kristina und Leoni (alle 2005). Wir waren zu Gast beim AWO – Cup, der sich an leistungsorientierte Teams richtete. Erstmal vielen Dank an den Veranstalter, das war wirklich ein perfekt organisiertes Turnier mit einem, wie wir finden, sehr unterstützenwerten Grundgedanken: das Turnier wurde inklusiv organisiert, das heißt, Menschen mit und ohne Behinderung kümmerten sich gemeinsam um alle Belange rund um die Handballmädchen. Und das sehr gut! Für uns verlief auch sportlich alles nach Plan, in der Vorrunde gab es klare Siege gegen Rangsdorf, Wildau und gegen die uns wohl bekannten Schwerinerinnen gewannen wir knapp mit einem Tor. Das Halbfinale war dann gegen den MTV Altlandsberg wieder eine sichere Angelegenheit mit 21:10 und so spielten wir im Finale noch einmal gegen Schwerin. Und das wurde erneut eine Herausforderung für uns, aber mit glücklichem Ausgang: 13:11 gewinnen wir auch das Spiel und damit das Turnier. Zusätzlich wurde Lena Berens (Jahrgang 2006) als „Beste Spielerin“ ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch allen Mädchen und dem Trainerteam!

Die Mädels der E – Jugend, also des Jahrgangs 2009, waren am vergangenen Wochenende beim Ulzburg Kids Cup am Start, dem kleinen Ableger des großen Ulzburg-Cups, der alljährlich im Frühsommer stattfindet. Angereist sind wir schon am Sonnabend und bezogen bei regnerischem Wetter die Jugendherberge Bad Segeberg. Dann wurde zum Glück der Regen etwas weniger und wir konnten zwei Runden am See joggen und vor allem abends ein schönes Feuerchen machen mit Würstchen, Stockbrot und natürlich Marshmallows. Lecker! Am nächsten Tag ging es früh auf nach Ulzburg, hier spielten wir gegen Mädchenteams aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin. Die Ergebnisse sollen bei diesem Turnier ja noch nicht so im Vordergrund stehen, aber wenn wir richtig gerechnet haben, sind unsere Mädels auf dem 2. Platz gelandet in der Endabrechnung und vor allem als Team wieder ein bisschen mehr zusammen gewachsen durch die gemeinsamen Erlebnisse beim Sport und in der Natur! Sehr schön!

In der Woche zuvor waren insgesamt 42 Mädchen im BTSC – Trainingscamp im Sportkomplex Paul-Heyse-Straße aktiv. Wie immer legen wir hier Wert auf Vielseitigkeit, so gingen wir schwimmen, Trampolinspringen und nutzten die benachbarte Turnhalle, um an den turnerischen Elementen zu arbeiten oder beim Lauf-ABC auf dem Schwingboden besonders effektiv auf Technik zu achten. Aber natürlich wurde auch ganz viel Handball trainiert und gespielt, und am Ende durften alle Kinder zwei -drei Überraschungen mit nach Hause nehmen. Betreut wurden die Kids von vier lizensierten Trainer/innen, unserem Bundesfreiwilligendienstler Ada Doganay sowie durch Sandra, Kristina und Leoni, drei Spielerinnen aus der B- bzw. C-Jugend. Das nächste BTSC -Feriencamp findet in der zweiten Osterferienwoche statt.

22.10.2019

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