Was am Wochenende beim Berliner TSC passierte #5

Zum ersten Mal Jugendbundesliga in der Seelenbinderhalle

An diesem Wochenende lag unsere volle Aufmerksamkeit auf dem Debüt unserer jungen Mannschaft in der Jugendbundesliga. Die Mehrheit der Spielerinnen im Team vom Trainerduo de Beer/Dabel ist ja noch in der B-Jugend startberechtigt, vier Leistungsträgerinnen sogar aus dem jüngeren B- Jugend Jahrgang 2005, so waren wir doch gespannt, wie sie sich im Konzert der besten weiblichen Nachwuchsteams behaupten würden.

Am Samstag trafen wir also in eigener Halle auf die Mädels vom HSV Minden-Nord. Die Anfangsphase haben unsere TSC -Mädels verschlafen, aber dann drehten sie auf! Die erste Welle funktionierte – wir kamen zu einfachen Toren und konnten mit einem Drei-Tore- Vorsprung in die Pause gehen. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann eine enge Partie, zehn Sekunden vor Schluss lagen wir mit einem Tor zurück, waren aber nochmal in Ballbesitz, kamen sogar zum Abschluss – aber Pfosten! Auch den Abpraller schnappte sich unsere starke Kreisläuferin – aber erneut Pfosten – was für eine Dramatik! Wir verlieren das erste Spiel in der Jugendbundesliga mit 28:29 – aber sind auf jeden Fall auf Augenhöhe mit Minden gewesen. Das kann man von der Auswärtsbegegnung in Schwerin am nächsten Tag nicht unbedingt behaupten, aber das hatte auch keiner bei uns erwartet. Schwerin am Start mit dem 2002er Jahrgang: Deutscher-Vizemeister von 2019. Unsere Mädels liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher, konnten aber bis zur 25. Minute (8:12) noch einigermaßen den Anschluss halten. Danach zogen die starken Schweriner Mädels davon, wir verloren die Partie mit 19:36. Trainerin Steffi de Beer war trotzdem nicht unzufrieden mit dem ersten Wochenende ihrer Mädels in der Jugendbundesliga: “ Wir haben gekämpft, gegen Schwerin war einfach nicht mehr drin, aber ich konnte allen Mädchen Einsatzzeiten geben, damit sie sich auf diesem hohen Niveau messen können. Etwas ärgert mich natürlich die knappe Niederlage gegen Minden, hier hätte ich unserer Mannschaft ein Erfolgserlebnis zum Auftakt sehr gegönnt!“

In den Ligen waren an diesem Wochenende nur unsere D-Jugend-Teams im Einsatz. Die 1. D-Jugend (Jahrgang 2008) spielte gegen den VfV Spandau, das Team von Trainer Kevin Fahl konnte sich souverän mit 30:12 durchsetzen, erfolgreichste Werferin war hier Sophie Fährmann mit 8 Treffern. Noch deutlicher wurde es im Spiel der D 2, alle Jahrgang 2009 gegen die Mädels vom TSV Rudow II – mit 29:1 konnte das Team von Trainerin Moni Günther gewinnen. Rihan Özkan und Maria Pies waren hier je 7 Mal erfolgreich, das bedeutet gleich mal die Tabellenspitze in der Landesliga nach zwei Spieltagen.

Unsere D3 lieferte sich eine bemerkenswert torarme Partie in der Stadtliga A – mit dem Minimalergebnis von 8:7 wurden aber auch hier zwei Punkte eingefahren vom Team von Trainerin Silke Alberts. Die D4 – unsere Spielerinnen des Jahrgangs 2010 (also eigentlich noch E-Jugend) unterlagen in der Stadtliga B den gleichaltrigen Rudow-Mädels mit 12:16. Co-Trainerin Cindy Schiller war trotzdem sehr zufrieden mit der Weiterentwicklung ihres Teams, meinte: „Da wäre noch mehr drin gewesen, wenn wir die ersten 10 Minuten nicht verschlafen hätten, aber die Abwehr wird immer besser und vor allem klappt mittlerweile das Zusammenspiel!“

Das funktioniert auch schon erstaunlich gut bei unseren Spielmäusen der E2 (Jahrgang 2011/12) – die hatten am Samstag ein Freundschaftsspiel gegen die zumeist älteren Mädchen von OSF Berlin. Wir spielten drei Drittel, wie es in dieser Saison ja in der E-Jugend üblich ist und konnten ein Drittel gewinnen, eins spielten wir Unentschieden und einmal verloren wir. Alles dabei also und so soll es sein. Co-Trainerin Emely Rudolph zeigte sich jedenfalls begeistert: „Das ist schon toll, wie schnell die lernen in dem Alter und man kann schon richtig sehen, dass sie unsere Trainingsinhalte umsetzen!“

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