Überzeugender Sieg bei Berliner Teamrunde

Überzeugender Sieg bei Berliner Teamrunde

Überzeugender Sieg im Teamwettbewerb

 

 

Bei der Berliner Team-Meisterschaften (09.Mai2026) stand nicht nur die individuelle Leistung einzelner Athleten im Mittelpunkt, sondern die Stärke eines ganzen Teams. Gerade in unserer Individualsportart Leichtathletik, hat dieser Wettbewerb eine herausragende teambildende Rolle. In insgesamt zehn leichtathletischen Disziplinen treten jeweils drei Vertreter einer Mannschaft an. Die zwei besten Leistungen jeder Disziplin werden gewertet und nach der Deutschen Mehrkampftabelle in Punkte umgerechnet. Schlussendlich geht es in diesem Wettbewerb also darum, möglichst viele Punkte für ein Team zu erzielen. Hier zeigt eine Mannschaft (bestehend aus Sprintern, Springern, Werfern und Läufern) ihre Vielseitigkeit und Breite. Um gegenüber den starken vereinsübergreifenden Zusammenschlüssen in Berlin konkurrenzfähig zu sein, haben sich vier Vereine (Berliner TSC, KSV90, SV Friedrichstadt und SV Preußen) zu einer Startgemeinschaft zusammengeschlossen – der SG Berlin Nordost.

Die neugegründete Mannschaft der Altersklasse U16 (männlich) konnte hier auf ganzer Linie überzeugen. Mit herausragenden 11.289 Punkten sicherte sich das Team souverän der Meistertitel vor dem Berlin Athletics Capital Club, ebenfalls ein Zusammenschluss mehrerer Berliner Vereine, (10.658 Punkte). Da dieser Wettbewerb bundesweit ausgetragen wird, qualifizieren sich die acht punktbesten Mannschaften Deutschlands für das große Deutschlandfinale im kommenden September in Troisdorf bei Köln. Die erreichte Punktzahl wird ziemlich sicher genügen, um sich für den sportlichen Höhepunkt zu qualifizieren. Derzeit (25.5.) liegt das Team in einem Ranking hinter dem TSC Bayer Leverkusen auf Platz Zwei. Besonders beeindruckend war der Team- und Kampfgeist der Athleten, die sich während des Wettbewerbs immer wieder lautstark unterstützten – und ob der guten Leistungen abklatschten. In nahezu allen Disziplinen wurden neue persönliche Bestleistungen erzielt, was das Fundament für das erfreuliche Gesamtergebnis bildete.

Da insgesamt zwanzig Einzel- und Staffelleistungen in die Teamwertung eingingen, können an dieser Stelle nur einige herausragende Ergebnisse stellvertretend für das Gesamtteam herausgestellt werden:

 

Mit diesem tollen Teamergebnis freuen sich die Jungen auf das Bundesfinale im September. Vielleicht kann der eine oder andere seine Leistungen dann noch einmal verbessern, um die Punktzahl des Teams noch zu steigern. Allen Athleten sei an dieser Stelle von beiden Abteilungsleitungen (Berliner TSC und SV Preußen) ganz herzlich gratuliert. Den „Müttern und Vätern“ des Erfolges – sprich den Trainerinnen und Trainern –  sei an dieser Stelle recht herzlich gedankt. Sie haben den Jungen Ihr Fachwissen pädagogisch angedeihen lassen und sich an unterschiedlichsten Stellen eingebracht. Namentlich zu nennen wären: Katrin Buder, Kersti Kriegel, Katrin Funk-Wachner, Hansi Stepahn, Jakob Arbeit, Felix Skibbe, Thorsten Sager, Jan Gerrit Keil und Christian Flohr, dem wir von hier aus weiterhin alles Gute wünschen.

 

 

Die große Freude wurde jedoch getrübt, da unser zweitbester Sprinter (Ibrahim Marwan) als Flüchtlingskind nicht starten durfte  – ansonsten würde das Ergebnis der Mannschaft für die Finalrunde nicht akzeptiert. Eine Disqualifikation stand hier im Raum. Das ist besonders beschämend, wenn man bedenkt, dass geflüchtete Jugendliche oft Jahre auf Ihren neuen Pass warten müssen. Hingegen haben andere Fachverbände wie Schwimmverband, Fußballverband, Basketballverband etc. erkannt, dass es für Tausende von Jugendlichen auch Lösungen in Form von Startberechtigungen bei Deutschen Meisterschaften geben kann – wenngleich unter Auflagen. Wenn der Deutsche Leichtathletik Verband in einer Anti-Diskriminierungskampagne damit wirbt, „Ausgrenzung ist bei uns nicht am Start“, dann wirkt das wie ein Hohn und zeigt, dass der Verband leider immer noch nicht erkannt hat, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Die ausgrenzende Wirkung, die eine solche Regelung für die betroffenen Jugendlichen hat, wird hier in Gänze ausgeblendet. Es bleibt zu hoffen, dass hier für die Zukunft noch ein Umdenken beim Deutschen Leichtathletik Verband stattfindet und Menschlichkeit Einzug hält.