Berliner TSC Radsport mit starkem Belastungscheck in Spremberg
Ein heißer Radsporttag für alle Altersklassen
Das 9. Spremberger Rundstreckenrennen war für die Sportlerinnen und Sportler des Berliner TSC e.V. – Abt. Radsport ein anspruchsvoller letzter Belastungscheck vor dem großen Meisterschaftswochenende. Am 26. Juni stehen die Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren der U23 und Elite der Frauen und Männer an, bevor vom 27. bis 28. Juni die Deutschen Meisterschaften Straße für Nachwuchs, U23 und Elite folgen. In Spremberg zeigte sich die Abteilung Radsport des Berliner TSC mit ihrem Nachwuchs, mit Fahrern aus dem Team Berlin Development sowie mit dem STEVENS Racing Team in ihrer ganzen sportlichen Breite.
Der Kurs im Spremberger Ortsteil Haidemühl verlangte den Fahrerinnen und Fahrern einiges ab. Ein steiler Anstieg, mehrere enge Kurven und eine schlängelnde Abfahrt machten die Runde technisch und körperlich anspruchsvoll. Dazu kamen Temperaturen von über 30 Grad und pralle Sonne. Weil das traditionelle Rundstreckenrennen in diesem Jahr zugleich als Landesverbandsmeisterschaft Brandenburg ausgeschrieben war, waren die Starterfelder entsprechend stark besetzt.
Bereits in der U11 zeigte Wanja Bröer eine sehr gute Leistung. Als einziger Starter des Berliner TSC in dieser Altersklasse fuhr er nach einer Runde auf Platz 5. Damit bestätigte er seine starken Auftritte aus Lichterfelde, wo er ebenfalls Fünfter wurde, sowie aus dem Einzelzeitfahren in Goßmar, das er auf Platz 4 beendet hatte. Für seine erste Radsport-Saison ist das eine sehr positive Entwicklung. Das erste Podium scheint bei dieser Konstanz nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Auch in der U13 konnte der Berliner TSC mehrere gute Auftritte verzeichnen. Bei den Mädchen fuhr Mina Amira Tabassomi auf einen starken 4. Platz und verpasste das Podium nur knapp. Bei den Jungen war Noah Canzoneri als Elfter der beste Fahrer der Abteilung. Karl Grothe, Louis Kolbe und Oliver Hanrath sammelten weitere wichtige Rennkilometer auf dem anspruchsvollen Kurs. Besonders hervorzuheben ist Stefano Ciurea: Nach einem Sturz auf der Abfahrt stieg er wieder aufs Rad, setzte das Rennen fort, holte zahlreiche Fahrer wieder ein und belegte am Ende noch Platz 22. Gerade unter diesen Bedingungen war das ein starkes Zeichen von Kampfgeist und Durchhaltevermögen.
Das Rennen der U15 über fünf Runden wurde früh durch einen erfolgreichen Ausreißversuch zweier Cottbusser Fahrer geprägt. Dahinter blieb es in der Verfolgergruppe eng. Roman Solovjov bestätigte mit einem starken fünften Platz seine gute Form, Pepe Richter belegte Rang 10. Zudem waren Emil Zednik, Bruno Schniesko, Nils Kriege und Anton Vömel für den Berliner TSC im Einsatz und sammelten auf dem anspruchsvollen Kurs wichtige Rennpraxis.
In der U17 stellten sich Konstantin Pfarr und Peter Körner dem Rennen über sechs Runden. Beide brachten das Rennen unter schwierigen Bedingungen ins Ziel und sammelten weitere wichtige Erfahrung auf einer Strecke, die durch Anstieg, Kurven und Hitze viel Aufmerksamkeit verlangte. Im selben Rennen war auch Franka Schniesko am Start. Sie gewann die U19w-Wertung und wurde im gemeinsamen Rennen der weiblichen Klassen als Sechste geführt. Damit setzte sie ein weiteres positives Ausrufezeichen für die weibliche Nachwuchsarbeit der Abteilung.
Das Juniorenrennen der U19 führte über 14 Runden und startete nur eine Minute nach dem kombinierten Rennen der Amateure, Elite-Amateure und Continental-Fahrer. In einem Feld mit 31 Startern wurde auch hier schnell deutlich, wie stark die Hitze und die wiederkehrenden Belastungen den Rennverlauf beeinflussten. Friedrich Krempien, der im Frühjahr für die Teilnahme an der Nachwuchs-Bundesliga zum SC Berlin gewechselt war, fuhr auf Platz 7 und war damit bester Berliner im Juniorenrennen. Emil Enders vom Berliner TSC kämpfte ebenfalls mit den hohen Temperaturen, brachte das Rennen aber zu Ende und belegte Platz 18. Auch für die Junioren war Spremberg damit ein wertvoller Härtetest vor den anstehenden Meisterschaften.
Im Amateurrennen zeigten die Fahrer aus dem Development-Umfeld trotz unterschiedlicher Vereinszugehörigkeiten in diesem Rennen eine starke und abgestimmte Fahrweise. Da Spremberg kein Rad-Bundesliga-Rennen war, starteten die beteiligten Fahrer offiziell für ihre jeweiligen Vereine. Jannis Koza fuhr für den Berliner TSC auf Platz 4, Nils Kahlisch folgte auf Platz 6. Beide fuhren ruhig, aufmerksam und waren in den entscheidenden Rennphasen vorne vertreten. Der Sieg ging an Joshua Kauffmann vom SC Berlin, der bei Bundesliga-Einsätzen ebenfalls dem Team Berlin Development des Berliner TSC e.V. zugeordnet ist. Für das Team Berlin Development war das Rennen damit ein gutes Beispiel dafür, wie gemeinsame Entwicklung, taktisches Verständnis und Verantwortung im Rennen zusammenwirken können, ohne die klare Vereinsstruktur aus dem Blick zu verlieren.
Für Nils Dopke und Joris Glaser war Spremberg zudem der erste Einsatz in der Elite-Amateurklasse nach ihrem Aufstieg – ein wichtiger Schritt in die neue Kategorie, bei dem beide wertvolle Erfahrungswerte sammeln konnten.
Auch das STEVENS Racing Team des Berliner TSC e.V. konnte im Rennen der Elite-Amateure und Continental-Fahrer ein starkes Ergebnis einfahren. Bei einer Maximaltemperatur von 34 Grad war das 106 Kilometer lange Rennen eine Herausforderung für Fahrer und Betreuerteam. Dennoch war das STEVENS Racing Team in der ersten Gruppe vertreten und erreichte drei Top-Ten-Platzierungen im Gesamtergebnis: Jannes Rössler wurde Vierter, Philipp Selbmann Siebter und Paul Morten Schneider Zehnter. Mathias Wiele belegte Platz 14, Laurin Reichart Platz 15. Das Rennen war damit eine gute Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben und bestätigte die mannschaftliche Breite des Teams.
Insgesamt zeigte der Renntag in Spremberg die ganze Breite der Abteilung Radsport des Berliner TSC: vom jüngsten Nachwuchs über die Junioren und das Team Berlin Development bis zum STEVENS Racing Team. Neben starken Platzierungen standen vor allem Erfahrung, Belastbarkeit, taktisches Lernen und die Vorbereitung auf die kommenden Meisterschaften im Vordergrund. Die vielen Einsätze unter schwierigen Bedingungen geben Rückenwind für das anstehende Meisterschaftswochenende, bei dem der Berliner TSC mit seinem Nachwuchs und seinen Teams erneut vertreten sein wird.
Ein Dank geht an den RK Endspurt 1909 Cottbus e.V. für ein gut organisiertes Rennen und an die Zuschauerinnen und Zuschauer, die trotz der Hitze für eine sehr gute Atmosphäre an der Strecke sorgten.