Leichtathletin Emilia Preidl wird Deutsche Meisterin über 300m
Deutscher Meistertitel in der Altersklasse W15
Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Jugend fanden am 10./11. Juli 2026 in dem neu renovierten Stadion von Bochum-Wattenscheid statt, im Lohrheide-Stadion.
Erstmals seit über 20 Jahren stellt der TSC wieder eine Deutsche Meisterin.
Emilia Preidl ist regional eine sportliche Leistungsträgerin, allerdings eher im Hürdensprint und im Sprint. Dass sie auch über die lange Sprintstrecke erfolgreich sein konnte, wurde eher zufällig festgestellt. Im Mai startete sie einen Versuch über diese Strecke – und zwar überaus erfolgreich. Gleich in ihrem ersten Rennen lief sie die Qualifikationszeit, um an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Zudem nahm sie mit dieser Zeit bereits einen vorderen Platz in der Deutschen Bestenliste ein. Nur ein Monat später wurde sie Norddeutsche Meisterin und lief mit 40,57 Sekunden erneut eine neue persönliche Bestleistung. Mit dieser Zeit gehörte sie zu den besten Mädchen ihres Jahrganges.
Somit schien das Ziel bei den ‚Deutschen’ eine Medaille zu gewinnen durchaus realistisch. Nachdem sie nach den Vorläufen die zweitschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen lief, stellte sich die Frage, wie sollte das folgende Finale taktisch angegangen werden?
Diese Frage beantwortete Emilia direkt nach erfolgtem Startschuss mit einer Vorwärtsstrategie.
Sie wusste um ihre individuelle Stärke und ging überaus konzentriert und mit einem „Tunnelblick“ in das Rennen. Selbstbewusst und überaus konzentriert, lief sie ein beherztes Rennen. Mit einem Start-Ziel-Sieg ließ die Sportschülerin der gesamten Konkurrenz keine Chance und wurde Deutsche Meisterin 2026 – in 40,69 Sekunden.
Nachdem der Stadionsprecher ihren Sieg verkündete, herrschte im Gesicht der Athletin zunächst ungläubiges Staunen, der dann in einem großen Jubel endete. Ihre Konkurrentinnen gratulierten der neuen Deutschen Meisterin und bei der anschließenden Siegerehrung wurden ein paar Freudentränen verdrückt.
Den Trainern Christian Suckow und Kersti Kriegel sei an dieser Stelle für ihre herausragende Arbeit gedankt.

Emilia mit Goldmedaille