Was in den Winterferien beim Berliner TSC passierte

Wir sind auf einem guten Weg!

Zu Winterferien gehört Wintersport – schon immer schwierig in unseren Gefilden und in den letzten beiden Jahren nahezu unmöglich. Aber ein Hauch von Winterferien lag über dem Abschlusstraining der E-Jugend vor den Ferien, das wurde nämlich aufs Eis verlegt. Alle, Trainerinnen und Mädchen, darunter einige tatsächlich das erste Mal auf dem Eis, drehten gemeinsam ihre Runden im Sportforum Hohenschönhausen und hatten Spaß an diesem Ausdauertraining der anderen Art. In den Ferien selbst machten wir tatsächlich mal ’ne Trainingspause, außer einige Mädchen unserer D- Jugend, die fuhren in die Handballschule des HVB nach Naumburg und hatten mal wieder viel Spaß am abwechslungsreichen Programm, das dort traditionell geboten wird. Tolle Sache, die jeder Handballerin offensteht, egal ob freizeit- oder leistungsorientiert!

Sehr leistungsorientiert unterwegs war die gar nicht mal so kleine BTSC – Delegation der Jahrgänge 2005/2006 bei der Sichtung für die Jugendnationalmannschaft im Olympischen Leistungszentrum Kienbaum: Julia, Kristina, Lilli, Leoni (alle Jahrgang 2005) sowie Matilda, Anna, Moana und (die leider verletzte) Lena (alle Jahrgang 2006) wollten sich dort dem Urteil der Sichter des DHB stellen, darunter Frauen – Bundestrainer Henk Groener und natürlich die Jugend -Bundestrainer. Und was unsere Mädels, im Team des Handballverbandes Berlin, da ablieferten, übertraf selbst unsere optimistischen Erwartungen. Herausragende Einzelleistungen gab es schon in den athletischen Überprüfungen, Moana lief die 20 Meter unter 3 Sekunden und Leo schaffte im Achterlauf, nach Aussage der DHB- Verantwortlichen, eine noch nie da gewesene Bestzeit. Auch im Turnen sorgten unsere Mädels für Begeisterung bei den DHB – Sichtern. Guter Beleg, dass die vielseitige Ausbildung beim Berliner TSC, schon in der F- und E-Jugend, Früchte trägt.

Auch handballerisch konnten die Mädels, sowohl in den Grundspielen 4:4, als auch im Modus 6:5 überzeugen. Es ging in das eigentliche Turnier, bei dem etwas anders gewertet wird, als wir es sonst im Handball kennen, nämlich jede Halbzeit einzeln mit einem anschließenden Penaltywerfen. Es gab Aufs und Abs, unsere Mädels mussten alles geben und das mit Erfolg: Sie erreichten das Finale am Sonntag in jetzt sehr voll besetzter Halle gegen die traditionell starken Mädels aus Sachsen. Und die erste Halbzeit ging ganz knapp mit einem Tor Unterschied an die Mädels aus Sachsen, die zweite Halbzeit endete Unentschieden. Das anschließende 7 Meter – Werfen konnten die HVB – Mädels dann für sich entscheiden. Toller Abschluss eines intensiven Wochenendes für die Mädels aus ganz Berlin!

Und für drei Mädchen des Berliner TSC gab es anschließend die schönste Zugabe, die sie sich denken konnten. Kreisspielerin Kristina Fodjo und Rückraumakteurin Julia Balzer wurden in das DHB – Allstar-Team gewählt, können sich also mehr als berechtigte Hoffnungen auf die Nominierung zu einem Nationalmannschaftslehrgang machen. Und Leoni Baßiner, die ja diesen Schritt schon ein Jahr zuvor gemacht hatte, wurde diesmal als MVP (Most Valuable Player) ausgezeichnet, also als wertvollste Spielerin der gesamten Sichtung. Ja, mehr geht nun wirklich nicht. Die Mädels machten auch ganz nebenbei ihre Trainerin Moni Günther sehr glücklich, dass die „Tränen in den Augen“ gehabt hätte, wäre echt stark untertrieben. Aber der Dank geht an alle Trainerinnen und Trainer, die diese tollen Mädels auf ihrem Weg bis hierher begleitet haben und natürlich an die Eltern, die ihre Töchter bei ihrem aufwändigen „Hobby“ begleiten.

Eine volle Handballwoche hatten auch unsere Frauen in der Oberliga Ostsee-Spree. Los ging es am ersten Winterferien-Wochenende mit der Partie gegen die SG OSF Berlin. Den besseren Start erwischten damit die Gastgeberinnen aus Schöneberg, bis zur 15. Minute blieb das ein ausgeglichenes Spiel. Aber dann setzten sich unsere jungen Frauen ab, waren torgefährlich von allen Positionen, wir lagen zwischenzeitlich mit 5 Toren in Führung. Es wurde noch einmal interessant, nach der dritten Zeitstrafe gegen unsere starke „Rückraumlinke“ Nancy Baumann, aber die 16jährige Sandra Lamp übernahm ohne Qualitätsverlust auf dieser Position und so konnten unsere Frauen am Ende den vierten Sieg in Serie in der Oberliga bejubeln. Herausragend einmal mehr Torhüterin Malisa Schmidtke, die 3 Siebenmeter entschärfte und unsere beiden Youngster auf dem Feld, Hanna und Sandra, beide Jahrgang 2003, die zusammen 9 Tore beim 31:26 – Erfolg unserer Frauen in der ehrwürdigen Sporthalle Schöneberg erzielten!

Eine Woche später ging es in eigener Halle gegen die starken Frauen von Grün – Weiß Werder, die uns mit ihrer sehr beweglichen und konsequenten Deckung vor einige Probleme stellten. Bis zur Halbzeit war es auch hier eine ausgeglichene Partie, aber dann stellten sich beim Berliner TSC eine Reihe unerklärlicher Fehler ein. Pässe direkt in die Arme der Gegner, weg geworfene, ja – freiwillig dem Gegner übergebene – Bälle… sowas hatte man lange nicht in dieser Halle gesehen. Aber: das Team von Trainer Jens Dannies bewies auch in dieser Situation Moral, Torhüterin Sarah Hübner, Jahrgang 2004, hielt ihr Team diesmal drin in der Partie. Aber auch alle anderen Spielerinnen kämpften bis zum Schluss und konnten doch die erste Niederlage nach vier Siegen in Serie nicht verhindern. Am Ende verliert der Berliner TSC gegen die Frauen von Grün-Weiß Werder mit 25:30. Glückwunsch zum verdienten Sieg an die Frauen aus Brandenburg und vor allem gute, schnelle Besserung für die verletzte Werder-Spielerin.

Grün- Weiss wurde es auch für die B-Jugend, die am ersten Ferienwochenende auswärts in Schwerin angetreten war. Eine vorentscheidende Partie um die Medaillenplätze in der Oberliga Ostsee-Spree, die ja auf den ersten fünf Positionen sehr ausgeglichen besetzt ist. Aber Schwerin ist nicht ohne Grund Tabellenführer – das durften unsere Mädels aus diesem Spiel mitnehmen, wobei es lange eine ausgeglichene Partie war, Sandra Lamp uns in der 20. Minute sogar mit einem Tor in Führung brachte, aber allein vier nicht verwandelte 7- Meter verhinderten, dass wir uns in dieser Phase absetzen konnten. Ab der 35. Minute gestatteten wir den Gastgeberinnen einen 4-Tore-Lauf, von dem wir uns nie wieder erholen sollten. Die B-Jugend des Berliner TSC verlor die Partie in Schwerin mit 16:23 und liegt momentan in der Tabelle auf dem 4. Platz.

Fotos: Berliner TSC

10.02.2020

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