Was am Wochenende beim TSC passierte #22

Manchmal wird der Sport zur Nebensache

Wir beginnen unseren Wochenendbericht diesmal mit dem Spiel unserer 2. Frauen in der Bezirksliga. Schon vor dem Anpfiff gab es den wohl emotionalsten Moment, denn unsere schwer erkrankte Torhüterin Ina Werner kam in die Sporthalle Paul-Heyse-Straße, um ihr Team als Zuschauerin zu unterstützen. Das war zuletzt lange nicht möglich gewesen. „Wir kämpfen für Dich, Ina!“ so lautete das Motto unserer Frauen an diesem, wie auch schon an den vorangegangenen Spieltagen.

Die erste Halbzeit verlief ruhig, wenn auch mit Vorteilen für uns, vor allem dank schöner Anspiele zum Kreis. Doch in der 27. Minute passierte es, Roxana Spindler setzte zum Gegenstoß an und wurde von hinten so geschubst, dass dem Schiedsrichter nichts anderes übrigblieb, als die rote Karte zu zeigen. Mit nur noch 5 Feldspielern und einem Torwart spielte SV Turbine Berlin ab diesem Moment in Unterzahl, in die Pause ging es so schon mit einer vier Tore-Führung für unsere zweiten Frauen. Die zweite Halbzeit startete dann mit einem 8:0 Lauf, so konnte sich das Team um Trainer Frank Stengl entscheidend absetzen. Am Ende gab es einen klaren 31:16 – Erfolg für unsere Frauen – und vor allem für unsere Ina Werner! Wir freuen uns auf viele weitere schöne Handball-Erlebnisse mit Dir, liebe Ina!

In der Verbandsliga der D-Jugend kommen unsere Mädchen dem ersten großen Saisonziel, dem Gewinn der Berliner Meisterschaft immer näher. Am vergangenen Samstag standen für unsere 2006er plus Hella (2007) gleich zwei Partien an, aber das wurde dank des großen Kaders gut gemeistert. Zunächst wurde in der Stadtliga C – Jugend durch ein 35:21 gegen den HC Pankow die Stadtliga-Meisterschaft klar gemacht. Und vier Stunden später empfingen wir in der gleichen Halle die Mädels von nebenan, dem SV Pfeffersport. Unsere BTSC – Mädchen kontrollierten die Partie von Beginn an, Trainer Marko Schiller gönnte allen 13 Mädchen gleichmäßige Spielanteile – zur Halbzeit stand es schon 21:9 für uns. Am Ende gelang gegen die, vor allem konditionell unterlegenen, Pfeffersportlerinnen ein ganz klarer 35:16 – Erfolg – die D1 des Berliner TSC bleibt weiter Spitzenreiter ohne Verlustpunkte in der höchsten Berliner Liga. Ganz und gar sicher sein, können wir uns in Sachen „Berliner Meisterschaft“ trotzdem noch nicht, denn bei Punktgleichheit zweier Teams gäbe es in der D-Jugend ein Entscheidungsspiel. Wir sind aber zuversichtlich, dass dieser Fall nicht eintritt und unsere Mädels am nächsten Wochenende die Schale und die Goldmedaillen in Empfang nehmen werden. Sicher aber ist jetzt schon mal eines: Auch in dieser Saison fährt der Berliner TSC nach Wismar zur „Nordostdeutschen Bestenermittlung“ – Mission: Titelverteidigung!

Unsere Mädels der C 1 machten nahtlos da weiter, wo gefühlt der gesamte Berliner TSC am letzten Wochenende aufgehört hat: mit einem Spiel gegen den TSV Rudow. Diesmal am Start: die wohl stärksten Teams der Jahrgänge 2004/2005, wobei jeweils die Spielerinnen geschont wurden, die nächste Woche zum DHB – Lehrgang fahren, also Leoni vom BTSC und Sarah von Rudow. Ansonsten aber alles am Start, endlich, endlich auch unsere beiden „Halben“, also Raschda und Olivia, wieder dabei und in Topform! Und so konnten wir zum zweiten Mal in dieser Saison den TSV Rudow schlagen und zwar sehr deutlich mit 29:21, das bedeutet den Sieg in der Berliner Verbandsliga. Ins Final 4 um die Berliner Meisterschaft, das bereits am nächsten Sonntag im Horst-Korber-Sportzentrum stattfindet, gehen unsere Mädels damit als Nr. 1 – Spielen das erste Halbfinale gegen die OSF – Mädels. Das andere Halbfinale bestreitet der TSV Rudow gegen Narva Berlin. Auch hier geht es um die Qualifikation zur überregionalen Bestenermittlung, dem Cup der Landesmeister, der am 4./5. Mai von uns, wie schon im Vorjahr in den Sporthallen der Paul-Heyse-Straße 25 und der Kniprodestraße 27 ausgerichtet wird. Auch die C-Jugend II machte in der Verbandsliga nochmal ein ganz starkes Spiel gegen die Friedrichshainer Mädels von Narva Berlin. Nur ganz knapp, mit 24:25 mussten sie sich gegen den Verbandsliga-Dritten geschlagen geben. Das Experiment, zwei BTSC-Teams in der höchsten Spielklasse antreten zu lassen, hat sich gelohnt. Das Team hat sich super behauptet im Wettbewerb der besten Berliner Vereine.

Die D – Jugend II ist in der Landesliga, der zweithöchsten Spielklasse in Berlin, für diese Saison auch schon auf die Zielgeraden eingebogen. Im Vergleich zur Hinrunde können wir deutliche Fortschritte bei allen Mädchen sehen. Auch diesmal, gegen die Mädels vom BSV 92, gab es ein enorm spannendes Spiel, das allerdings mit 23:24 verloren ging. Aber hier sind die Ergebnisse noch zweitrangig, unsere „2007er“ sollen sich in dieser Spielklasse als ein Team auf die Aufgaben in der kommenden Saison als D1 vorbereiten und dafür ist das Team von Andreas Scholz und Mandy Conrad jetzt gerüstet, denken wir.

Und auch unsere 3. D-Jugend, also die Mädels des Jahrgangs 2008 haben an diesem Spieltag ihre Weiterentwicklung unter Beweis gestellt, gegen den SV Pfeffersport II gelang ein klarer 24:13- Erfolg – die Vizemeisterschaft in der Stadtliga rückt immer mehr in greifbare Nähe. Eigentlich sind diese Mädchen ja alle noch in der E-Jugend spielberechtigt und deswegen durften sie schon am Samstag bei der Talentiade unter Beweis stellen, was sie außer Handballspielen noch so draufhaben.

Bei den koordinativen und athletischen Übungen sahen unsere drei Teams sehr gut aus, aber das überrascht uns nicht, wir legen ja viel Wert auf eine vielseitige Ausbildung unserer Talente. BTSC I (Jahrgang 2008) konnte im Anschluss das kleine Handballturnier in seiner Gruppe gewinnen, genau wie unsere E 3, also die Mädchen des Jahrgangs 2009. Hier zeigte sich Co-Trainer Conner Ehrlich besonders begeistert von der Entwicklung, die die Mädchen im letzten halben Jahr genommen haben. Und die Mädels von BTSC II (Jahrgang 2008) zeigten ebenfalls eine gute Leistung, hier spielen einige Mädels erst seit einem halben Jahr Handball, wir sind uns sicher, dass sie die Lücke zu den „erfahrenen 2008ern“ ganz bald schließen werden.

Von den Kleinen kommen wir nun zu den Großen: den Frauen des Berliner TSC in der Verbandsliga. Und hier gelang unseren jungen Ladies an diesem Wochenende etwas, was wir in dieser Liga kaum für möglich gehalten hätten: ein Sieg mit mehr als 10 Toren Unterschied. Hier liegt ja sonst alles so eng beieinander, fast alle Partien sind sehr umkämpft. Aber diesmal konnte das Team von Trainer Jens Dannies die Partie von Beginn an kontrollieren, unsere Frauen lagen durchgängig in Führung, in die Pause ging es schon mit einem 6-Tore- Vorsprung. In der zweiten Halbzeit konnte der Vorsprung stetig ausgebaut werden, fast alle Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Besonders erfreulich: unsere drei Jugendspielerinnen Virginia, Emely und Sandra steuerten insgesamt 6 Treffer bei, zum am Ende deutlichen 31:20 – Erfolg. Diesem Team gehört die Zukunft, da sind wir uns sehr sicher!

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