Was am Wochenende beim Berliner TSC passierte #18

Siege feiern, aber bloß nicht abklatschen!

Die letzten beiden Wochen standen auch im Sport unter dem Vorzeichen des richtigen Umgangs mit dem Coronavirus. Sportliche Großveranstaltungen, wie der Biathlon – Weltcup in Tschechien, fanden ohne Zuschauer statt. Im Handball, bekanntermaßen ein Kontaktsport, lautete bis gestern die Verhaltensregel lediglich: nicht abklatschen, nur aus der eigenen Flasche trinken und Händewaschen. Nun gut. Also haben wir gespielt, wobei besonders bei den Kleineren einige Eltern ihre Kinder lieber zu Hause ließen, das hatten wir ihnen natürlich freigestellt. Mal sehen, wie sich das Geschehen in den nächsten Tagen entwickelt.

In der C-Jugend können wir das gelassen angehen, denn da sind wir schon Berliner Meister! Bereits vor einer Woche machten das die „Moni-Mädels“ mit einem 40:6 – Sieg gegen den Füchse-Nachwuchs klar. Dieses Wochenende wurden dann die Mädchen von unserem Bezirksnachbarn Narva Berlin mit 35:16 besiegt, alle unsere Spielerinnen konnten sich dabei in die Torschützenliste eintragen. Bitter, dass sich die zuletzt so starke Mathilda Fock (Jahrgang 2006) eine Fußgelenksverletzung zuzog. Wir drücken so sehr die Daumen, liebe Matilda!

Auch bei den Frauen müssen wir den langfristigen Ausfall einer absoluten Leistungsträgerin verkraften. Unsere starke Linkshand Samira Krakat wurde im Spiel gegen Rostock vor Wochenfrist mal wieder mit Einzelmanndeckung „geadelt“, bevor sie dann Mitte der zweiten Halbzeit einen Kreuzbandriss erlitt (kein gegnerisches Foul) – damit ist die Saison für sie beendet. Auch hier kräftiges Daumendrücken, dass es Dir bald wieder besser geht und Du uns wieder unterstützen kannst, liebe Samira! Gegen den Rostocker HC, einem Aufstiegskandidaten, verloren wir nach einem lange spannenden Spiel mit 28:34. Am vergangenen Wochenende ging es dann gegen Pfeffersport e.V., der für viele etwas überraschend an der Tabellenspitze steht. In der ersten Halbzeit lief dann auch nicht viel bei uns zusammen. Zur Pause lagen wir schon mit 9 Toren zurück. Aber dann zeigten unsere jungen Frauen und Mädchen (diesmal standen 6 Jugendspielerinnen im Aufgebot), was sie eigentlich draufhaben. Angeführt von einer bärenstarken Hanna Gäbler (Jahrgang 2003!), die allein 10 Treffer erzielte, gelang es uns, den Abstand auf 5 Tore zu verkürzen, aber enger wurde es nicht mehr, wir verlieren mit 25:34. Phasenweise konnte man aber sehr gut erkennen, wozu unser junges Team eigentlich in der Lage ist, es gilt jetzt, die Kräfte zu bündeln und den Verbleib in der Oberliga abzusichern!

Unsere zweiten Frauen sind noch nicht ganz in sicheren Gefilden, was den Nichtabstieg angeht, konnten aber in den letzten beiden Spielen ihren 7. Tabellenplatz festigen. Zunächst siegten sie gegen das Tabellenschlusslicht OSF III mit 17:13, mussten allerdings am letzten Spieltag dann wiederum eine 11:18 – Niederlage gegen die Füchse III hinnehmen, sehr schön, dass hier mit Alisha und Mascha ebenfalls zwei B-Jugend-Spielerinnen ihren Einstand bei den Frauen feierten und mit Luca eine dritte Jugendspielerin zur Verfügung stand . Vier Partien stehen hier noch aus, davon mindestens zwei auf Augenhöhe, so dass wir zuversichtlich sind, dass unsere 2. Frauen die Klasse halten können. Wir drücken die Daumen!

Unsere Jugendteams spielen alle oben mit in ihren Ligen:

Unsere 1. B-Jugend (Jahrgang 2003 und jünger) konnte in der Oberliga – Ostsee Spree am vergangenen Wochenende sicher gegen die Füchse – Mädels gewinnen. Beim 29:21 ragten aus einer geschlossenen Teamleistung die erst 14-jährige Leoni Baßiner mit 8 Treffern und Torhüterin Sarah Hübner heraus. Aktuell liegt das Team in der Tabelle auf Platz 4, allerdings mit nur einem Punkt Rückstand auf die drittplatzierten Frankfurterinnen. Da geht noch was, Mädels! Super auch, dass unsere Rückraum-Kreis-Achse mit Sandra Lamp/ Hanna Gäbler und der wieder genesenden Nele Seidenstücker endlich wieder komplett ist und auch gleich einige sehr schön heraus gespielte Treffer beisteuerte!

Die 2. B-Jugend braucht aus zwei ausstehenden Spielen noch genau einen Punkt, um Berliner Meister zu werden. Vor einer Woche gelang hier gegen den FSV 1912 ein klarer 30:12 – Erfolg. Super Leistung für das jahrgangsjüngere Team plus Unterstützung der C-Jugend! wir drücken nun alle Daumen für die beiden Partien gegen OSF Berlin und unsere Nachbarinnen von Pfeffersport!

In der C-Jugend ist ja neben unserem Meisterteam noch eine weitere Mannschaft im Rennen: die C2 (Jahrgang 2006/07) – und die lieferte sich am Wochenende auswärts einen schönen Fight mit den Rudow- Mädels. Phasenweise lag unser Team schon mit 6 (!) Treffern in Führung, um am Ende doch mit einem Unentschieden aus der Halle zu gehen. Aber man kann es nicht oft genug betonen: unsere jungen C-Jugend-Mädels machen in dieser stärksten Berliner Liga einen Hammer-Job! Liegen in der Tabelle konstant auf dem 5. Platz und es könnte sogar noch ein bisschen weiter nach oben gehen.

Die D-Jugend I, also die 2007er Mädels vom Trainerteam Mandy Conrad/ Andreas Scholz möchten sich ja gern für die Bestenermittlung in Wismar qualifizieren, dafür muss man in Berlin mindestens Zweiter werden in der Landesmeisterschaft. Und unsere „2007er“ sind auf einem guten Weg dahin. Gegen Mitkonkurrenten Narva konnte ein anfänglich enges Spiel am Ende doch deutlich mit 32:23 gewonnen werden. Da bedeutet aktuell Platz 2 hinter Rudow und vor unserer 2. D-Jugend! Denn – und das ist ja wohl die eigentliche Sensation: die „kleenen 2008er“ sind ebenfalls auf Medaillenkurs in der Landesmeisterschaft: Wow! zuletzt gewann das Team von Trainer Kevin Fahl gegen Pfeffersport I überdeutlich mit 23:9, jetzt geht es am kommenden Wochenende gegen den Tabellenführer Rudow. Wir sind gespannt!

Auch die D III und die D IV behaupten sich bestens in der Stadtliga. Die D IV, also unsere Mädels des Jahrgangs 2009, konnten sich am Wochenende über einen ganz knappen Sieg gegen die meist älteren Karower Dachse- Mädchen freuen und liegen in der Tabelle derzeit auf Platz 2. Die 3. D – Jugend, ein Mix aus Mädels der Jahrgänge 2007/8 gewann sicher gegen Hermsdorf/ Waidmannslust II und ist ebenfalls Tabellenzweiter! Klasse!

Die Allerkleinsten im Verein, die F-Jugend war beim Nachfuchsturnier am Start. Sehr niedlich, wie die Mädels der Jahrgänge 2011-13 sich in der großen Max-Schmeling-Halle sehr schnell zurechtfanden und von ihr Besitz ergriffen. Unsere 2011er konnten noch dazu alle Spiele gewinnen und dürfen sich also Nachfuchsturnier-Sieger nennen! Herzlichen Glückwunsch!

Mal sehen, wie lange wir solche Großveranstaltungen in Berlin noch haben, womit wir wieder beim Ausgangspunkt unseres kleinen Berichtes sind. Erste Turniere im Ausland wurden bereits abgesagt, wir wollen ja mit unserer halben Jugendabteilung über Ostern nach Kolding in Dänemark und halten alle Vereinsmitglieder natürlich auf dem Laufenden, sobald es dort Absagen oder ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gibt.

09.03.2020

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