Berliner TSC: Neuzugänge, Talente und Sprungbrett #3

Teil 3: Das Trainerteam

Beim Berliner TSC gehen die Planungen für die neue Saison weiter voran. Wir werden auch in der nächsten Saison in der Oberliga Ostsee-Spree der Frauen antreten. Unsere Maxime ist dabei, jungen Talenten aus unserem gut ausgebildeten Nachwuchs eine direkte Anschlussförderung auf hohem Niveau zu bieten und das Team um erfahrene Spielerinnen aufzubauen, von denen die Mehrzahl auch aus unserem eigenen Nachwuchs stammt.

Wir freuen uns aber auch sehr, wenn wir mit diesem Konzept Leistungsträgerinnen aus anderen Vereinen überzeugen können und das ist uns zur neuen Saison wieder gelungen. Leider verlassen uns auch zwei Spielerinnen, aber nur weil sie in einer höheren Liga eine Chance bekommen, was wir aber verstehen im Sinne des persönlichen Werdegangs dieser Spielerinnen. Alles Gute für Euch!

Wir sind auch deshalb dringend noch auf der Suche nach einer Torhüterin, die gemeinsam mit unserer Malisa Schmidtke ein tolles Duo bilden möchte. Am besten fänden wir eine starke Torhüterin der Jahrgänge 2002-2004, die auch Einsatzzeiten in der A – Jugend – Oberliga erhalten kann. Aber auch Torhüterinnen und Spielerinnen aller anderen Altersklassen sind uns herzlich zum Probetraining willkommen. Wir spielen in jeder Altersklasse in der höchsten Liga in Nordostdeutschland und freuen uns über junge Sportlerinnen, die diese Chance suchen und in einem Verein spielen wollen, in dem Mädchen- und Frauenhandball an erster Stelle steht.

Bei Interesse schreibt bitte eine Mail an: handball@berlinertsc.de mit folgenden Angaben: Name, Vorname, Jahrgang, letzter Verein.

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

Im dritten Teil unserer kleinen Reihe geht es um unser Trainerteam. Hier haben zum Glück alle drei „Stammkräfte“ verlängert. Wir sind sehr froh, dass unsere Torwart-Trainerin Isabell Reiner, unser Athletik-Coach Sebastian Müller und vor allem unser Cheftrainer Jens Dannies uns für das Frauenteam in der 4. Liga – der Oberliga Ostsee-Spree erhalten bleiben.

Jens Dannies ist unser Cheftrainer, er kann auf eine sehr lange Erfahrung zurückblicken, bereits 1991 schnupperte er ins Trainergeschäft rein. Das erste Mal selbstständig ein Team übernahm Jens Dannies zur Saison 1994/95. Er hat in der Folge viele Talente entwickelt, bis hin zur Nationalspielerin, zuletzt war Jens Dannies bei unserem Liga-Konkurrenten OSF Berlin tätig. Zum Berliner TSC kam Jens Dannies, der die Handball-Trainer B-Lizenz hat, zur Saison 2017/18 – er hat schon ein paar Höhen und Tiefen mit uns durch. Wir schätzen, neben seiner Fachkenntnis, die loyale, klare und doch lockere Art und seine unfassbare Einsatzbereitschaft für den Verein. Und was hält Dich bei uns, lieber Jens?

Zum einen ist der TSC ein Traditionsverein, zu dem ich als Kind schon aufgeschaut habe und zum anderen macht der TSC eine wirklich gute Jugendarbeit, die meiner Meinung nach einfach eine Grundvoraussetzung für den leistungsbezogenen Sport ist. Dabeibleiben würde ich gern so lange, wie Familie/ Beruf es möglich machen und die Mannschaft und der Verein das entsprechende Vertrauen in mich setzt.

Wie bewertest du die letzte Saison?

Natürlich gab es Höhen und Tiefen. Im direkten Vergleich zur Vorsaison haben sich alle Beteiligten, inklusive Trainer (lacht), deutlich gesteigert. Die Erkenntnis, dass Erfahrung mit talentierter Jugend die beste Kombination im Mannschaftssport ist, denke ich, ist für alle (im Team und im Verein) deutlich zum Tragen gekommen. Der einstellige Platz ist der Ausdruck vom richtigen Weg, aber Verbesserungspotential gibt es natürlich auch noch, vor allem die sogenannten „einfachen Tore“ stehen dabei für mich in Zukunft im Fokus.

Wie würdest Du dich selbst als Trainer beschreiben? Hast Du so etwas wie eine persönliche Trainingsphilosophie?

Ich mag den kooperativen Führungsstil. Dieser setzt natürlich bei den Spielerinnen ein hohes Maß an Selbstdisziplin und ein Verständnis um „das große Ganze“ voraus. Wenn ich das vermisse, kann es schon mal passieren, dass es doch was „Deutliches zu hören gibt“. Aber ich versuche nicht, Spielerinnen umzuerziehen. Ich möchte ihre Stärken stärker machen und ihre Schwächen ein bisschen schwächer, bin mir dabei aber auch bewusst, dass dies nur meine subjektive Einschätzung ist. In meiner Trainerlaufbahn besonders geprägt hat mich, neben anderen Trainern, Peter Becker, der ist fast wie ein Ersatzvater für mich, auch wenn wir uns doch recht selten sehen…

Wie sieht aktuell Corona-bedingt das Training aus?

Während die Sportstätten geschlossen waren gab es mit unserer Torwart-Trainerin Isabell Reiner Online-Work- Outs. Darüber hinaus hat Athletik-Coach Sebastian Müller die beliebten Fitnesspläne erstellt, übrigens Woche für Woche neu! Und jetzt ruft der Tartan- und der Beachplatz direkt an der Paul-Heyse-Straße, so dass wir bei passendem Wetter schon wieder in Kleingruppen auf drei Trainingseinheiten pro Woche kommen.

Isabell Reiner ist unsere Torwart-Trainerin, davor war sie jahrelang selbst eine Stütze im „Kasten“ des Berliner TSC, bereits 2004 feierte sie ihr Debüt für unseren Verein. Dass Isabell danach Trainerin wurde, hat mit dem BTSC – Urgestein Edelgard Wendorf zu tun – sie war in Drittligazeiten Isabells Torwart-Trainerin, hat ihr viel beigebracht. Edelgard Wendorf überzeugte Isabell auch, nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn, selbst ins Torwarttrainer – „Geschäft“ zu wechseln, wo sie bis heute erfolgreich unterwegs ist. Wir sind sehr froh, dass Isabell Reiner beim Berliner TSC weiter macht, denn unsere Torhüterinnen spiegeln uns immer wieder, welchen enorm großen Anteil Isabell an ihrer Leistung hat, sei es durch das individuelle Training oder die Wettkampfbetreuung.

Isabell, was sind Deine Ziele für die neue Saison?

Für die nächste Saison setze ich mir grundsätzlich das Ziel, das Höchstmögliche zu erreichen. Wie sagt man so schön: „Es geht immer besser“. Wir haben einen tollen Kader, in den wir unsere Neuzugänge schnell und erfolgreich integrieren möchten. Leider haben wir auch noch zwei verletzte Spielerinnen, die wir hoffentlich im Laufe der nächsten Saison wieder langsam integrieren werden. Persönlich wünsche ich mir erneut einen einstelligen Tabellenplatz von unserem Team. Die 9 sah ganz nett aus in der letzten Saison und ich denke, da finden sich genug Lücken zwischen 1-9 … (lacht)

Du bist Torwarttrainerin, worauf kommt es da an?

Besonderen Wert legen ich natürlich auf „meine“ Torhüterinnen, mir ist wichtig, dass sie sportlich im Training ausreichend gefordert werden und ihre Stärken ausbauen können. Darüber hinaus denke ich, dass in jeder einzelnen Spielerin Ehrgeiz steckt und sehe es auch als meine Aufgabe, diese Charaktereigenschaft bei allen zu fördern und auszubauen.

Unser Athletik-Trainer Sebastian Müller kam als Fan zum Handball. In Drittliga-Zeiten war er gern bei Punktspielen in der Seelenbinderhalle, denn die liegt direkt neben der Schwimmhalle, die damals noch der bevorzugte Aufenthaltsort von „Basti“ war. Der ehemalige Leistungssportler im Schwimmen wechselte 2017 dann in unsere Abteilung – er hat die DOSB B-Trainer Lizenz Leistungssport und arbeitet neben seiner Tätigkeit für unsere Frauen und unsere B-Jugend auch weiterhin als Kraft – und Athletik-Trainer im Berliner Schwimm-Verband. Sebastian überzeugt uns beim Berliner TSC durch seine engagierte Arbeit und sein klares Bekenntnis zu einer leistungsorientierten Einstellung im Sport.

Welche Ziele und Ambitionen hast du für die kommende Spielzeit?

Ich möchte erreichen, dass die Mädchen und jungen Frauen noch athletischer und kraftvoller in ihrer Spielweise werden und das wir der Oberliga zeigen, was in uns steckt!

Worauf legst Du im Training besonderen Wert?

Als Athletikcoach möchte ich, dass unsere Spielerinnen im Training Ehrgeiz, Einstellung und Willen zeigen. Und dabei, wenn es nötig ist, über ihre vermeintlichen körperlichen Grenzen hinweggehen, um die 3% besser zu sein als die anderen Mannschaften. Außerdem möchte ich psychologische Stärke vermitteln, auch dann weiter zu laufen, wenn der Körper schon resignieren will, um das Spiel am Ende zu gewinnen.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit diesem hochprofessionellen Trainerteam und sind schon ein bisschen stolz, dass wir unseren Spielerinnen diese Kontinuität und Spezialisierung im Trainerbereich auch für die Saison 2020/21 bieten können. Jetzt muss diese nur noch stattfinden.

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