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Doppelter Turniersieg in Dänemark

Die C- und D- Jugend des Berliner TSC beim Kolding Cup

Am Oster-Wochenende machten wir uns mit Reisebus und zwei Teams – C-Jugend I und D-Jugend I – auf den Weg nach Dänemark zu einem der größten Handball-Jugendturniere der Welt – dem Kolding Cup. Wir wollten den Mädchen die internationale Erfahrung bieten, bevor es dann mit dem Pokalfinale und der überregionalen Meisterschaft „ernst“ wird in dieser Saison.

Untergebracht waren wir in einer kleinen Schule in Dänemark. Alles sauber, ordentlich, sehr skandinavisch das Ganze also, auch die freundliche Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Frühstück wurde uns am sehr frühen Samstag direkt in der Unterkunft serviert und dann ging es los.

Unsere D-Jugend I (Jahrgang 2005/06) bekam es in der Vorrundengruppe mit je einem Team aus Schweden, Dänemark und Deutschland zu tun und musste sich vor allem gegen die Däninnen aus Bramdrupdam schon mal richtig anstrengen. Auch wenn der Sieg nach 2×15 Minuten mit 25:14 doch relativ deutlich ausfiel – so „eng“ war es in der Berliner Meisterschaft eher selten für unsere Mädels. Wir versprachen uns von diesem Turnier etwas Erfahrung in Sachen „Stress-Resistenz und Druck“, denn das hatten unsere D-Jugend die ganze Saison noch nicht gehabt.

Die C-Jugend I (Jahrgang 2003/04) musste am ersten Wettkampftag ohne Sandra Lamp auskommen, die noch beim DHB – Lehrgang in Warendorf weilte. Starke Teams aus Deutschland und den Niederlanden warteten auf unsere „2003/4er“ in der Vorrunde des A-Pokals bei diesem renommierten Turnier. Und gleich zum Auftakt gelang gegen den designierten Niederrhein-Meister, den HSV Solingen-Gräfrath, ein schöner 13:12 Erfolg. Die Mädels waren gut drauf und harmonierten prächtig mit Rike Wolff aus unserer 1. Frauen-Mannschaft. Die 19jährige war als Trainerin eingesprungen und machte das sehr gut!

Im zweiten Turnierspiel der C-Jugend, gegen das holländische Team HV Dios, konnten wir uns nach einem verhaltenen Start doch deutlich absetzen und gewannen sicher mit 16:7. Nun ging es um den Vorrundensieg gegen den Vorjahres-Dritten in der niederländischen Meisterschaft – die Mädels aus dem Leistungszentrum „Vlug en Lenig“ Gehren. Ein wahnsinnig intensives Spiel, das nach großem Kampf 9:9 endete und unseren Mädchen den Gruppensieg und den direkten Einzug in das Halbfinale sicherte, weil unser Gegner zuvor gegen Gräfrath auch nur Unentschieden gespielt hatte. Wir, als Trainerteam, waren einigermaßen baff über diese starke Leistung unserer 13-15jährigen Mädels!

Der Sonntagmorgen begann schon sehr früh mit Osterüberraschungen, die alle Eltern dem Trainerteam bei der Abfahrt heimlich zugesteckt hatten. Ein kleiner Gruß aus der Heimat für die Mädels, die meisten von ihnen erlebten ja Ostern das erste Mal ohne Familie. Dann hieß es aber gleich wieder: groß und tapfer sein, für die D-Jugend ging es in der Zwischenrunde in einer Dreier-Gruppe um den Einzug ins Finale, was am Nachmittag in der großen Sydbank-Arena ausgetragen werden sollte. TUS Komet Arsten ist ein starkes Team aus Bremen, das wir mit 20:16 und einiger Anstrengung besiegen konnten. Anschließend gewannen unsere Mädels auch gegen das schwedische Team aus Höör mit 20:14 und standen damit im FINALE des Kolding – Cups. Wahnsinn!

Doch damit war des Wahnsinns noch nicht genug: Unsere C-Jugend hatte ja direkt den Einzug ins Halbfinale geschafft, auch Sandra Lamp war inzwischen vom DHB – Lehrgang kommend direkt nach Dänemark gereist. Klasse Beleg für ihren Teamgeist! Und dieses unbedingte „Miteinander“ trug alle Berliner TSC – Spielerinnen durch das Turnier. Auch im Halbfinale, hier gelang gegen den HSV Hemer ein souveräner 18:10 Erfolg – sicher das schönste Spiel unserer Mädels bei diesem Turnier. Und das hieß auch hier: FINAAAALE!

Aber zuerst war das Endspiel unserer D-Jugend dran, gegen einen wohl bekannten Gegner: Grün Weiss Schwerin, bekannt für seine exzellente Jugendarbeit. Die Anfangsphase war eng umkämpft gegen die technisch gut ausgebildeten und körperlich überlegenen Mecklenburgerinnen. Doch dann besannen sich unsere Mädels auf ihre Stärken: schnelles Umschalten und Schnelligkeit im Spiel. Unterstützt von den jungen Damen der C-Jugend auf der Tribüne spielten sich die Jüngeren in einen kleinen Rausch und gewannen deutlich mit 17:6 das Finale!

Nun wollte unsere C-Jugend in ihrem Finale dem nicht nachstehen. Auch hier feuerten die frisch gebackenen Sieger aus der D-Jugend kräftig an – aber unsere Mädels hatten es offensichtlich auch einem männlichen B-Jugend-Team aus Hamburg angetan. Die Jungs hatten sogar die Namen unserer Mädchen auswendig gelernt und machten mächtig Alarm – Gänsehautstimmung in der (geschätzt) 4000-Plätze- Arena, die jetzt schon ganz gut gefüllt war. Gegner waren nochmal, wie schon in der Vorrunde, die Niederländerinnen aus Gehren. Schnell setzten sich unsere Mädchen zum 3:0 ab, konnten den Vorsprung sogar ausbauen. Doch dann kam der Gegner nochmal auf zwei Tore ran. Es wurde wieder spannend. Aber ein ganz wichtiges Tor drei Minuten vor Schluss von Raschda stellte den alten Abstand wieder her und wir konnten den Sieg ins Ziel retten: am Ende hieß es 13:9 für den Berliner TSC – also auch hier: TURNIERSIEG!

Bei einer stimmungsvollen Siegerehrung bekamen unsere Mädels ihre Gold-Medaillen und Pokale überreicht. Wobei ein Pokal beim Siegestanz gleich dran glauben musste…wie sagte gestern eine Mutter so schön: „Scheint son TSC Ding zu sein, alles erstmal auf Stoßfestigkeit zu prüfen“ … denn auch die Meisterschale der D-Jugend war ja gleich bei der Ehrung durch die Halle gekullert – unfreiwillig natürlich.


Es bleiben wirklich nur allerschönste Erinnerungen an dieses Wochenende in Dänemark… und ein paar echt fiese Ohrwürmer aus den vielen Stunden, die wir gemeinsam im Bus verbracht haben… Ich sag nur: “ Er ist der DJ aus den Beeeeergen und er rockt das Haus und die Leute flippen aus!“ Oje… aber sonst war alles dufte!

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