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Die Handballerinnen des Berliner TSC gewinnen den Berliner Zukunftspreis des Sports!

Ehrung im Roten Rathaus

Da war die Überraschung groß bei Melissa, Merle und Elena, die alle drei in der C-Jugend II des Berliner TSC spielen und eine sportbetonte Schule besuchen: 7000 Euro und der 1. Preis gingen bei der feierlichen Verleihung im Roten Rathaus an unsere Handball-Abteilung. Gemeinsam mit unserem Abteilungsleiter René Schlotte nahmen die drei Jugendlichen die Auszeichnung, einen schicken Glaspokal und einen überdimensionierten Scheck, aus den Händen von Andreas Geisel, Berliner Senator für Inneres und Sport entgegen.

Wir hatten uns mit einem für uns eigentlich eher selbstverständlichen, Projekt beworben. Seit vier Jahren arbeiten wir sehr eng mit der Fritz-Reuter- Oberschule zusammen, haben dort gemeinsam mit der Schule das Projekt initiiert, das Handball- und Athletik-Training direkt in den Unterricht zu integrieren. Mit großem Erfolg, die Schule ist seitdem Seriensieger im Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“. Diese Zusammenarbeit haben wir vor über einem Jahr erweitert auf das neu gegründete „Gymnasium am Europasportpark“. Hier hat unser Vereinstrainer Herbert Schneider im Schuljahr 2016/17 das Handballtraining für ein Quartal direkt im Unterricht durchgeführt, danach waren nach dem Prinzip der Vielseitigkeit andere Sportarten dran. Zusätzlich gibt es hier im Anschluss an den Unterricht dienstags eine Trainingseinheit in unserer Großen Spielhalle Paul-Heyse-Straße, die auch von Spieler*innen anderer Vereine eifrig genutzt wird.

Ausschlaggebend für den Erfolg war sicher, dass wir bei der Präsentation vor der hochkarätigen Jury und auch bei dem kleinen Filmdreh in der Fritz-Reuter-Schule konsequent die Mädchen selbst zu Wort kommen ließen. Denn sie sind die wahren Expertinnen in Sachen Vereinbarkeit von Schule und Handball. Und was sie berichteten, überzeugte offenbar. Weniger Hausaufgaben, zusätzliches Training und Wettkämpfe mit der Schule, kürzere Wege, das benannten die Mädchen als Vorteile aus ihrer Sicht. Und natürlich viel Verständnis für ihre sportlichen Herausforderungen in Verein und Landesauswahl.

Und da ist an erster Stelle Silvia Gottschling von der Fritz-Reuter-Oberschule zu nennen. Die Sportlehrerin, die früher selbst aktiv Handball gespielt hat, leitet an der Schule das Training und betonte im Interview, dass die Schule für ihr Engagement auch etwas zurückbekommt, nämlich leistungsbereite, aufgeweckte, meist gut organisierte Schülerinnen und natürlich den einen oder anderen Pokal in der Schul-Vitrine.

Auch der Zukunftspreis hat schon seinen Platz gefunden, allerdings in der Geschäftsstelle des Berliner TSC. Vom Preisgeld sollen aber beide Seiten was haben, die Schule und der Verein: Neue Schul-Trikots und ein Besuch bei der dänischen Sportschule, mit deren Handballerinnen die Fritz-Reuter-Schülerinnen im Oktober 2017 gemeinsam trainiert hatten, wurden als Wünsche von den Jugendlichen genannt.

Und bei aller Freude über den 1. Platz: Für uns ist der Zukunftspreis vor allem auch Verpflichtung, an dem Projekt dran zu bleiben, denn natürlich gibt es auch noch Reserven und damit Möglichkeiten, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Damit auch künftige Generationen von Handballerinnen des Berliner TSC Schule und Sport optimal miteinander verbinden können.

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